Rundum gelungene Prunksitzung des BCV "Die Dorfspatzen" - Närrisches Feuerwerk der Superlative gezündet
Wölfersheim-Berstadt (sto). In den beiden Tagen vor der Prunksitzung des Berstädter Carnevalvereins hatte es wegen Grippeausfällen einige Sorgenfalten bei den Veranstaltern gegeben. Dank des kurzfristigen Einsatzes der Melbacher Carnevalisten waren die Beiträge des in Teilen umgestellten Programm aber mehr als nur Lückenfüller. Die Akteure des knapp vierstündigen Programms verstanden es von Beginn an den ausverkauften Saal der Mehrzweckhalle in einen Kessel voller Jokusfreude zu verwandeln. Schon früh erschall spontan aus der Schar des Narrenvolkes "Uijuijui", und lange vor Mitternacht stürmten die Narren die Stühle und Tische der Berstädter Narrhalla.
Pünktlich um 20.11 Uhr riefen die Hausmusiker der "Anstaltskapelle Feldheim" den Elferrat zum Start der Sitzung. Dieser marschierte in Begleitung der Tanzgarde "Excalibur" des FC Wohnbach ein. Dem von Petra Nau einstudierten schmissigen Gardetanz von "Excalibur" folgte der hoheitliche Einzug des Kinderprinzenpaares Daniel I. und Tamina I. samt Kindergarde. Den beiden tänzerischen Einlagen eines Garde- und eines Showtanzes durch die "mittlere Garde" des Berstädter Carnevalvereins unter Leitung von Eva Weinelt war der "Nachtwächter" Ottwin Storck zwischengelagert, der den Zuhörern nicht jedem bekannte Geschichten darbrachte, die sich im Orte ereignet hatten.
Einblicke in das schwierige Feuerwehrwesen von einst eröffneten die beiden "Melbacher Feuerwehrleute" Engelbert Bauer und Peter Kaspar in ihrem Vortrag "Männer von der Wiehr". Und aus Wölfersheim wusste Gustel Drießen angesichts eines "schlappen Ehemanns" von den Vorzügen eines Hausfreundes mit den Worten "Glaubt mir's, ohne Spaß, auf so einen Hausfreund ist Verlass" zu berichten. Bereits eine feste Größe der Berstädter Fastnacht ist das Männerballett aus Florstadt. Am Samstag wussten die Tänzer mit einer Darbietung aus der Welt der ehemaligen Wiener k. und k. Monarchie des 19. Jahrhunderts zu begeistern.
Nach der obligatorischen Erholungspause für das Zwerchfell eröffnete das "Doppel-Funkemariechen" Sarah Voshage und Eva Weinelt den zweiten Teil der Prunksitzung. In die dunkle Welt der Spionage entführte "Excalibur" mit dem "Gaststar" KIaus Kötter beim Showtanz »James Bond«, den Inga Lachmann einstudiert hatte. Neu auf der Narrenbühne hinterließ Timo Stüber als "Ehemann Erwin" mit "Ehefrau Martha" Manfred Döll einen hervorragenden Eindruck. Ihre Zwiegespräche zwecks Urlaubsplanung spielten sich nicht nur am, sondern auch auf und unter dem Tisch ab. Urlaubsstimmung speziell in Richtung Südsee versprühten die "Street-Dancers" des BCV mit ihrem Showtanz unter der Leitung von Anna Jung und Sandra Storck, ehe "Roby Williams" Uwe Dietz bei seinem Gastspiel die weibliche Hälfte der Narrenschar elektrizierte und als Schmankerl die oberen Hüllen fallen ließ. Die Stimmung blieb im oberen Bereich, als die Tanzgruppe "Rainbow" der Wohnbacher Landfrauen unter der Leitung von Evelyn Grenzebach ihre Kreise beim Showtanz in der Narrhalla drehte. Von New York über Paris, Mailand, Kapstadt und Hong Kong führte der Weg von Opernweltstar "Montserrat Caballe" zur Berstädter Fastnacht. Thorsten Fett aus Utphe war in seinen lokalen Betrachtungen wiederum Garant für Lachsalven im Sekundentakt. Die Schlumpf-Parade der Tanzgruppe "FCKW-Frei", die Ricarda Moll, Yvonne Kasprzyk und David Tauber einstudiert hatten, leitete zum großen Finale der Berstädter Fastnacht, über die ein gelungener Appetitanreger für die Sitzung 2004 war.


 

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am 1. Juli 2019: Bilder Allgemein